Bundestagswahl 2017 // AFD im Bundestag // Über Toleranz und Menschlichkeit

Frustration ist passiert. Und dann kam auch schon die AFD. Aber wie stark muss der Unmut der Menschen sein, dass sie tatsächlich dieses Kreuzchen gesetzt haben? Welche Auswirkungen wird es auf die deutsche Politik haben? 

Die Wahlprognosen sagten schon eine lange Zeit voraus, dass wir uns darauf einstellen müssten. Die AFD im Deutschen Bundestag. Nun ist es, wie es ist und die Deutschen sehen der kommenden Legislaturperiode skeptisch entgegen. Mit 12,6 % erhält die AFD rund 80 Sitze im Bundestag und gehört zur deutschen Regierung. Besorgniserregend.

Wie konnte es passieren, dass eine rechtspopulistische Partei in den Deutschen Bundestag einziehen konnte?

Tatsächlich sind die meisten AFD-Wähler gar keine richtigen Anhänger der Partei. Viele haben die AFD gewählt, weil sie mit der Flüchtlingspolitik nicht übereinstimmen und sie Angst vor der Islamisierung Deutschlands haben. Nach der Überzeugung der meisten AFD-Wähler kann nur ein erfolgreiches Ergebnis der AFD die Union wachrütteln. Aber ist das wirklich so?

Feststeht, dass eine Koalition für die AFD eine Traumvorstellung ist. Das haben die gegnerischen Parteien schon vor der Wahl klar verdeutlicht. Es wird intensiv. Das ist klar! Wir können uns von Seiten der AFD auf saftige Aussagen á la AFD-Politiker Alexander Gauland einstellen, der fordert, dass ein Schlussstrich unter die deutsche Nazi-Vergangenheit gezogen werden sollte und man stolz auf die Leistungen der deutschen Wehrmachtssoldaten sein könne.

Es ist bitter, dass die Protestwähler denken, dass sie mit der Wahl einer rechtspopulistischen Partei eine positive Veränderung erzielen können. Laut Kanzlerin Angela Merkel ist eines ihrer großen Ziele die Protestwähler jetzt wieder zurückzugewinnen. Fakt ist, dass auf unsere Kanzlerin nun viele schwierige Gespräche zukommen. Es wird hart mit der AFD-Fraktion auf einen Nenner zu kommen.

Geht Toleranz und Menschlichkeit in Deutschland langsam vor die Hunde?

Es ist erschreckend, dass die AFD vor Allem deshalb gewählt wurde, weil Menschen Angst vor Menschen haben. Vor Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen, die Familienmitglieder verloren haben, vor Menschen, die genauso in Frieden und Sicherheit leben möchten wie wir hier in Deutschland. Der einzige Fehler, den unsere Politik hier begangen hat, ist die fehlende Struktur in der Flüchtlingspolitik. Es wurden unkontrolliert und unorganisiert Schwärme von Menschen ins Land gelassen, die in enge Container und Räume gesteckt wurden. Privatsphäre? Fehlanzeige. Die umliegenden Staaten hatten genauso die Verantwortung zu helfen, wie Deutschland. Sie hätten vielmehr damit konfrontiert werden müssen und zu dieser Verantwortung gezogen werden. Daran sind nicht die Menschen Schuld, die vor Krieg, Armut und Tod fliehen. Aber sie werden hier als Kriminelle und Terroristen beschimpft. Nur zur Info: Diese Menschen verlassen ihre Heimat, um dem Terrorismus zu entkommen! Das machen sie nicht, um uns zu ärgern.

Die Deutschen sind so sehr mit sich und ihrem durchorganisierten Leben beschäftigt, dass sie Angst vor Veränderungen haben. Bloß nicht die altbewährten Gewohnheiten durchbrechen. Das wäre ja fatal! Es wird vergessen, dass es sich um fühlende Menschen handelt und dass wir Deutschen auch mal Flüchtlinge waren. DDR – schon vergessen?

Wir von CULTURA wünschen uns mehr philanthropisches Gedankengut von unseren Mitmenschen! Das heißt: Endlich wieder MENSCHlichkeit zeigen!

Was soll denn ohne Hilfsbereitschaft, Wohlwollen und Toleranz in Zukunft aus unserer Gesellschaft werden? Nichts weiter, als ein menschlicher Trümmerhaufen.

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