Riemers CulTour #16: Achtsamkeit und Bewusstsein – Gedanken für das Jahr 2018…

Bereits vergangenen Dezember hatte ich in meiner Kolumne zu diesem für mich so wichtigen Thema einige Gedanken ausgeführt.

Nun ist das neue Jahr 2018 ganz jung und ich will diese Gedanken für Sie ein wenig vertiefen. Dies tue ich, weil aus meiner Erfahrung als Künstlerin und Beraterin für Persönlichkeitsentwicklung man mit Achtsamkeit und Bewusstsein nicht genug auseinandersetzen kann. Der Markt an Literatur dazu ist ja überschwemmt. Kaum ein Ratgeber kommt ohne Hinweis auf dieses Thema aus.

In einer Zeit, die mittlerweile schon allgemein als großer Umbruch bezeichnet wird, in dieser Zeit ist Gewahrsein unabdingbar. Gewahrsein verlangt nach Innehalten, nach Stille, nach Reflektion und nach Unterscheidungsvermögen. Dies sind mächtige Anforderungen an die/den Einzelnen. Es ist leicht geschrieben, leicht gesagt – doch die konkrete Umsetzung fordert uns in unser Leben herein – nicht heraus! Herausforderung ist meiner Meinung nach das größte Missverständnis. Wo wollen wir denn hinlaufen – hinaus?! Nein – es geht ums hierbleiben, ums hingucken, ums stillwerden und schlicht ums schauen.

Das sind Hereinforderungen, die unserer smartphoneverseuchten Gesellschaft, in der alles verbunden ist und gleichzeitig die Trennung zwischen den Einzelnen von einer scheinbar imaginären Hand täglich größer wird – also diese Hereinforderungen konfrontieren uns. Sie fragen nicht, ob sie sein dürfen. Sie sind!

Wer gewahrsein will – und darum geht es bei Achtsamkeit und Bewusstsein – der darf diese Eigenschaften wieder lernen. Meistens schafft man dies nur dann, wenn einen das Leben z.B. durch eine kraftvolle Krise in Form von Jobverlust, Krankheit oder Trennung von einem geliebten Menschen zwingt. Kaum eine/r macht es freiwillig, sich dem Gewahrsein zu widmen. Warum auch? Es tut sich ja kaum etwas im Außen. Damit ist es mit herkömmlichen Instrumenten nicht messbar. In unserer verkopften Welt mit starker Außenorientierung hat das Innen kaum einen Wert. Oder irre ich mich? Warum boomen Seminare und Workshops, die uns diesem imaginären Innen wieder näher bringen, derart? Warum gibt es so viele psychische Erkrankungen wie z.B. das vielzitierte Burnout? Warum stellen beachtlich viele Menschen die berühmte Sinnfrage?

Irgendetwas tut sich da also doch … vielleicht noch mehr im Untergrund … doch es kommt mehr und mehr an die Oberfläche des eigenen Seins – besonders um den Jahreswechsel oder wenn ein Geburtstag vor der Türe steht.

Zeitweise fühle ich mich ein wenig wie eine Ruferin in der Wüste – ja, auch ich muss mich immer wieder am Revers fassen, denn auch ich bin nicht davor gefeit, mich im äußeren Getümmel ab und an zu verlieren.

2018 werden Achtsamkeit und Bewusstsein, Mindfulness und Consciouness im Mittelpunkt all meiner Arbeiten stehen. Bereits in meinem neuen Buch „Botschaften des Lebens“, das eben erschien, widme ich mich diesem Thema … in Form eines Ratgeberromans. Hinweise, wie es gehen kann, nicht muss. Es gibt keine Rezepte. Es gibt ein Erfahren, ein Probieren, ein sich Einlassen – ins Leben. Das ist nichts Abstraktes, nichts Leerformelhaftes. Das ist etwas sehr Konkretes, dem man sich letztlich nicht entziehen kann und soll.

Achtsamkeit und Bewusstsein, also Gewahrsein sind wesentliche Element zu einem gelungenen Leben – als KünstlerIn und als Mensch. Denn Leben ist auch eine Form von Kunst. Ein geglücktes Leben ist jedenfalls Kunst und Meisterschaft.

In diesem Sinne … Wünsche ich Ihnen viel Gewahrsam im neuen Jahr. Bleiben Sie mir gewogen. Ihre Andrea Riemer.

Zu Andrea Riemer: https://www.andrea-riemer.de/

Das neue Buch „Botschaften vom Leben“ – mehr mit Leseprobe und Bestellungmöglichkeiten unter https://www.andrea-riemer.de/das-neue-buch-botschaften-vom-leben/

SOULFOOD – Die Radiosendung – jede Woche Mittwoch von 21.00 bis 22.00 Uhr und Freitag von 06.00 bis 07.00 Uhr als Wiederholung http://www.radioplanet-berlin.de/ 

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