Was bedeutet es schön zu sein? Sind moderne Schönheitsideale eine Gefahr?

Eigentlich beschäftige ich mich bei CULTURA mit angenehmer Freizeitgestaltung. Überwiegend zumindest. Dennoch bin ich manchmal auch etwas politisch und vor Allem feministisch. Klingt etwas radikal, ich weiß. Vielleicht stimmt es auch ein bisschen, aber in der Regel findet das alles nur in mein Kopf statt und manchmal muss es einfach raus.  Deshalb werde ich mich nun ein wenig in einer eigenen Kolumne, zu allem was mich beschäftigt, austoben. In meinem Alltag denke ich sehr viel nach, besonders über mich als Frau. Ständig fühlt man sich zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, zu blass und überhaupt einfach nicht gut genug. Warum? Weil wir aus allen Himmelsrichtungen mit Schönheitsidealen bombardiert werden.

Die Werbeindustrie macht aus uns Frauen nichts weiter als ein Objekt mit knackigem Hintern und Schmollmund. Klar, ich beiße natürlich auch immer in mein Eis, als würde ich einen Orgasmus kriegen. Wir werden zu Lustobjekten degradiert. Und das Lustobjekt entspricht natürlich einem ganz bestimmten Bild. Wenn man genau hinschaut, geht es andauernd nur darum, Männer zu bespaßen. Besonders schwindelig wird mir bei TV-Formaten, wie Germanys next Topmodel. Kaum eine Werbung auf der Welt kann so ein schlechtes Frauenbild vermitteln, wie diese Sendung. Es ist nicht nur unverschämt, was mit den Mädels dort angestellt wird, wie ich finde, es suggeriert auch noch Millionen von jungen Frauen, wie sie sein SOLLTEN.

Das ist belastend. Das ist BODYSHAMING. Unsere heutige Kultur vermittelt falsche Schönheitsideale und macht Frauen krank. Das führte irgendwann zu zwei radikalen Ansichten. Die einen sind der Überzeugung, nur „Skinny“ ist schön, die anderen machen „Curvy“ zum neuen Sexy. Um ehrlich zu sein, empfinde ich beides als nicht richtig, wobei ich Curvy eindeutig sympathischer finde. An dieser Bewegung gefällt mir, dass Frauen angefangen haben zu lernen, sich selbst zu lieben. Das einzige was mich stört ist der gesundheitliche Aspekt. Weder Über- noch Untergewicht ist in irgendeiner Form gesund.

Was ist eigentlich falsch daran normal zu sein? Warum ist das nicht gut genug? Wieso kann man nicht gesund essen? Sich bewegen? Und trotzdem wunderschöne Kurven haben? Ganz nach dem Motto: Curvy but healthy. Schaut man sich eine Runde Werbung im Fernsehen an oder blättert in Zeitschriften, hat man die Antwort. Curvy ist noch lange nicht zur Regel geworden. Weiterhin sind überall super straffe und schlanke Frauenkörper zu sehen, die vielleicht einem Mann ein schönes Gefühl vermitteln, aber bestimmt keiner Frau. Nein, die fangen sich an zu quälen, hungern und tun alles, um diesem Ideal näher zu kommen.

Das ist definitiv gefährlich. Die Sucht nach Schönheit und Zugehörigkeit treibt Frauen dazu mit ihrer Gesundheit russisches Roulette zu spielen. Sie wollen nicht mehr sie selbst, sondern wie dieses heiße Model aus der Unterwäschewerbung sein. Niemand kann auf diese Weise glücklich werden. Das fördert lediglich Frustration.

Warum sein wollen wie andere? Es gibt genug Kim Kardashians und Heidi Klums auf dieser Welt. Sei du selbst. Zeig wer du bist. Niemand sollte sich vorschreiben lassen, wie er oder sie zu sein hat. Nutze Make up, wenn du es liebst, oder eben keins. Trage was immer du tragen willst. Liebe, lebe und sei frei.

Liebe Frauen, ich möchte euch nur eines sagen: Ihr seit wunderschön und einzigartig! Zeigt eure Individualität, euren Charakter, denn ihr seit perfekt. Und das wichtigste – erlaubt euch glücklich zu sein.

Eure Valerie von CULTURA

 

 

 

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