Göteborgs Schärengarten – Zu Besuch auf Donsö und Vrångö // Schweden

Heute möchte ich euch von meinem Highlight unserer Flitterwochen erzählen. Wir hatten nach dem ganzen Hochzeitsstress keine Lust sonst wo hinzufliegen und entschieden uns für das schöne Skandinavien, genauer gesagt für Göteborg in Schweden.

Leider hatten wir ein wenig Pech mit dem Wetter, aber ein Tag war definitiv auf unserer Seite. Wir ergriffen die Gelegenheit ein wenig von Schwedens Natur zu entdecken und da Göteborg für seinen schönen Schärengarten bekannt ist, packten wir unsere Rucksäcke und machten uns mit dem Bus auf an die Küste. Von dort aus ging es auf die Fähre. Der Schärengarten setzt sich aus vielen kleinen Inseln an der Nordseeküste bei Göteborg zusammen und während wir in Richtung der Insel Donsö schipperten, konnten wir schon die ersten Inseln mit ihren felsigen Küsten sichten. Ich hatte richtig Bauchkribbeln. Das war so schön schwedisch und idyllisch.

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Nachdem wir auf Donsö angelegt hatten fiel uns sofort diese Ruhe auf. Ich hatte es selten irgendwo so still erlebt. Man konnte den Wind durch die Segel der Boote im Hafen wehen hören, hier und da schrie eine Möwe und ansonsten war da nichts. Es tummelten sich weder ein Haufen Menschen am Hafen herum noch konnte man irgendwelche Fahrzeuge hören. Auf den Inseln sind Autos nämlich verboten. Stattdessen düsen die Bewohner dort mit kleinen Golfwagen herum oder Mopeds mit Ladefläche vorne dran.

Wir machten uns einfach mal auf den Weg und schlenderten erstmal am Hafen entlang. Kleine rote Lagerhäuschen reihten sich aneinander. Schwedischer Hafenflair! Und dann entdeckten wir das erste Plätzchen, wo wir am liebsten gleich Stunden verbracht hätten. Ein Stück vom Hafen entfernt kommt man an einen felsigen Küstenabschnitt. Dort kletterten wir die Felsen hoch und staunten über die wunderschöne Aussicht. Traumhaft! Der Wind wehte mächtig, aber das gehört auch einfach dazu an der Nordsee.

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Nachdem wir die tolle Luft und den Anblick der herrlichen Gegend eine Weile inhaliert haben, ging es weiter in den Ort hinein. Hier war ein Haus hübscher als das andere und immer noch sah man kaum eine Menschenseele auf den Straßen. Es war wirklich extrem ruhig. Ein Ort an dem man mal wieder auftanken kann. Das merkten wir schnell.
Wir spazierten einfach so umher und beschlossen den Tag auf uns zukommen zu lassen.

Irgendwann kamen wir an einen Friedhof mit einer kleinen Kapelle. Direkt nebenan war eine Grundschule. Dort war gerade Pause und die Kinder spielten ausgelassen auf dem Hof. Als wir um den Friedhof herumgingen, entdeckten wir eine Karte, die einen Naturpfad kennzeichnete. Da wollten wir hin!

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Nach einigen Minuten Fußweg erreichten wir den Pfad und machten uns auf in die „Wildnis“. Zuerst bestaunten wir die kleine Felsenküste und hielten einen Augenblick inne. Solche Momente muss man einfach bewusst wahrnehmen. Dieser Ort war definitiv besonders. Der weitere Weg führte uns in ein kleines Waldstück. Herrlich. Und dieser Duft. Ich habe eine Schwäche für Wälder.

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Auf der linken Seite des Weges befand sich die Küste, die man fast den gesamten Weg entlang sehen konnte. Rechts war Wald, hier und da ragten Felsen aus der Landschaft und Sträucher bedeckten den Boden. Es war so friedlich. Wir hatten das Gefühl die ganze Insel umrundet zu haben, als wir wieder im Ort ankamen. Und nun waren wir hungrig! Es gibt leider nicht viele Möglichkeiten auf Donsö essen zu gehen und die Lokale haben auch nicht durchgehend geöffnet. Hier muss man sich noch an Uhrzeiten halten, wenn man auswärts essen gehen will. Neben einer kleinen Pizzeria befand sich am Hafen noch das Restaurant Isbolaget. Hier gibt es jeden Tag ein Tagesgericht und das Beste ist, man bezahlt einmal und kann sich so viel Nachschlag holen wie man will. Fand mein Mann ganz besonders toll. Es gab traditionelle Kartoffelpfannkuchen und gebackenen Speck. Da ich allerdings kein Fleisch mag, blieb ich bei Kartoffelpfannkuchen und Salat von der Salatbar. Die Auswahl dort war großartig und Kuchen sowie Kaffee und Tee gab es noch on Top. Nachdem wir uns satt gefuttert haben, ging es wieder auf die Fähre, und zwar in Richtung Vrångö.

Auf Vrångö war es noch ruhiger, als auf Donsö. Diese Insel ist die südlichste des Schärengartens. Wie auf Donsö spazierten wir einfach mal drauf los und gelangten an eine beeindruckende steinige Landschaft mit Blick aufs Meer.

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Diese Landschaft hat mich total gepackt, aber da so langsam Wolken aufzogen, mussten wir unbedingt weiter, um noch etwas mehr von der Insel zu sehen. Ich wollte zum Hafen. Auf Vrångö wird nämlich noch aktiv Krabbenfischerei betrieben. Leider nur nicht mehr um diese Uhrzeit. Es war wie ausgestorben. Überall stapelten sich die Krabbenfangnetze (Die sahen aus wie kleine Boxen. Ich weiß gar nicht wie die heißen :D) und die Kutter wiegten auf dem Wasser hin und her. Es war trotzdem sehr interessant und dadurch hatten wir noch Zeit den Ort ein wenig zu erkunden. Am Himmel wurde es nämlich immer dunkler.

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Das Örtchen ähnelte Donsö. Es hatte einfach diesen Schärengarten-Flair. Trotzdem kann man sich an den niedlichen weißen Schwedenhäusern gar nicht satt sehen. Langsam aber sicher, kamen wir wieder zur Fähranlegestelle. Da unsere Fähre aber erst in einer Stunde ablegen sollte, es allerdings schon ziemlich anfing zu regnen, setzten wir uns ins anliegende Café, schlürften Tee und verdrückten einen schönen schwedischen Schokokuchen. Dann ging es zurück nach Göteborg.

Ein Trip in den Schärengarten ist ein wirklich besonderes Erlebnis. Solche Orte gibt es nicht mehr oft und egal wie viel man auf den Inseln wandert und wie müde man danach ist, die Ruhe erholt. Ich habe es sehr genossen. Man sollte viel Zeit mitbringen, wenn man sich ein bis zwei Inseln ansehen will, damit man das auch ohne Hektik und Zeitdruck schafft. Neben Donsö und Vrångö hätten wir gerne noch auf Styrsö angelegt. Da machte das Wetter nur leider nicht mehr mit. Aus dem Göteborger Zentrum fährt man ca.  eine halbe Stunde mit dem Bus zur Fähre, dann beginnt eigentlich auch direkt das Genießen, da man während der Fährfahrt schon die Inseln bewundern kann. Im Sommer sollte man unbedingt das Außendeck nutzen. Die Fahrtzeit ist abhängig davon, auf welche Insel man möchte. Man soll auch vom Göteborger Hafen direkt ablegen können in Richtung Schärengarten, aber wir haben leider nicht herausgefunden wie das funktioniert. Vielleicht habt ihr bei eurem Besuch ja mehr Glück 🙂

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