Riemers CulTour #15: Ende und Anfang …

Die letzten Tage des alten Jahres mag ich sehr. Ich habe nichts gegen Abschiede, da ich sehr bewusst im Zyklus von Werden und Vergehen lebe. Das erleichtert mir vieles. Es gibt kaum Wehmut, vielleicht nur ein ganz klein wenig, überwiegt doch die Freude über den Neubeginn. Mir ist bewusst, dass etwas gehen muss, damit etwas Neues entstehen kann, Raum und Zeit haben und einnehmen kann.

Werbeanzeigen

Riemers CulTour #13: Achtsamkeit Bewusstsein in der Kunst … Leerformel oder echtes Anliegen?

Achtsamkeit, also das bewusste be-achten von Empfindungen, Gedanken, Worten und Taten – was hat das in der Kunst verloren? Ist es schick und zeitgeistig oder ist es eine Notwendigkeit, ja sogar ein integraler Bestandteil von Kunst? SchauspielerInnen als nebenberufliche YogalehrerInnen? SchriftstellerInnen als Auch-BeraterInnen? Sie merken, ich pointiere und provoziere. Doch das sind Sie ja mittlerweile gewohnt von mir.

Riemers CulTour #12: Wie erreicht man Menschen in und mit Kunst?

Die Frage der grundsätzlichen Erreichbarkeit von Menschen im digitalen Zeitalter, das uns alle miteinander verbindet, ist zu einer Schlüsselfrage geworden. Die Informationsflut – es wird viel geschrieben und geredet, doch sehr wenig substantiell gesagt, hat zu einer Abwehrhaltung bei vielen Menschen geführt. Löschen, gar nicht lesen, weg mit dem Kram, es ist eh nur mehr vom selben.

Riemers CulTour #11: Kann Kunst die Welt erlösen?

Wie ist das nun mit der Kunst? Was kann sie bewirken? Welche Kunst meine ich? Was heißt „erlösen"? So stelle ich diese Fragen, weil mir mehr und mehr auffällt, dass Kunst zu einer schönen Zuwaage geworden ist, zu einem Hobby, das man vielleicht irgendwann irgendwo so am Rande ausübt, die Bereicherung genießt – und dann weiter in den Alltag geht. Sind wir von KulturkonsumentInnen umgeben, die nehmen und nicht gerne geben, die auf die Erlösung von etwas warten, ohne selbst genau zu wissen, worauf sie warten.

Riemers CulTour #10: Über die Zeit …Gestern-Heute-Morgen

Ich mache mir in meinen literarischen Arbeiten seit vielen Jahren gerne Gedanken über grundsätzliche Fragestellungen in unserem Leben. In meinem Verständnis von Kunst ist dies nicht nur legitim, sondern notwendig. Wo kann man sich leichter über das Leben, die Liebe, den Tod, Wirrnisse, Umwege, Suchen, Finden, etc. Gedanken machen als im künstlerischen Bereich? Man nimmt es uns KünstlerInnen doch ab, wenn wir dramatisieren, eine Tragödie darlegen und versteckt und offen das Menschliche darstellen.

Riemers CulTour #9: Begegnungen – Schein, Sein

Begegnungen finden laufend statt, oft unbewusst, unerkannt und unbenannt – und sind doch ein wesentlicher Teil des menschlichen Zusammenseins. Dabei ist heute keine persönliche Präsenz mehr erforderlich, um einander zu begegnen. Die technischen Möglichkeiten erlauben nahezu eine von Raum und Zeit losgelöste Begegnung – im virtuellen Raum – 24 Stunden, rund um den Erdball. Performances, Videoinstallationen, Theaterbühnen, Opernbühnen, Film, TV, Radio, PodCasts, Blogs, Vlogs … ich habe sicherlich die eine oder andere Begegnungsebene vergessen. Doch darum geht es gar nicht vordringlich.