Riemers CulTour #20: Gibt es Erfolgskriterien für KünstlerInnen als Einzelperson: Bekenntnisse

Ich befasse mich seit vielen Jahren mit der Frage, ob es Erfolgskriterien für KünstlerInnen gibt. Dies umfasst die Frage, was künstlerischer Erfolg sein kann, ob und wie man ihn bemisst – jenseits von Verkaufszahlen und Klicks auf sozialen Medien. Dabei gehe ich mittlerweile auch hier den Weg nach innen und frage – was kann, darf, muss ich als Künstlerin tun, wenn ich Erfolg haben will, d.h. wenn ich von Menschen wahrgenommen, gehört, gelesen werden will. Wenn ich rezipiert werden will und wenn ich möchte, dass meine Gedanken Verbreitung finden – was ist zu tun und was ist zu unterlassen?

Riemers CulTour #19: Mit der Kraft der Liebe zum Erfolg

Letztens war ich nach einer Aufführung zu einem sehr stimmigen Empfang geladen. Großer Bahnhof, ausgezeichnetes Essen und herrlicher Champagner. Applaus, Blumen, Honneurs aller Art. So lässt es sich leben – könnte man denken. Das ist jedoch nur der Schlusspunkt von oft monatelangem Proben, Probieren, Experimentieren, hartem Üben, auch Lachen, Spielen … Scheitern, Fallen, Aufstehen …

Riemers CulTour #15: Ende und Anfang …

Die letzten Tage des alten Jahres mag ich sehr. Ich habe nichts gegen Abschiede, da ich sehr bewusst im Zyklus von Werden und Vergehen lebe. Das erleichtert mir vieles. Es gibt kaum Wehmut, vielleicht nur ein ganz klein wenig, überwiegt doch die Freude über den Neubeginn. Mir ist bewusst, dass etwas gehen muss, damit etwas Neues entstehen kann, Raum und Zeit haben und einnehmen kann.

Riemers CulTour #12: Wie erreicht man Menschen in und mit Kunst?

Die Frage der grundsätzlichen Erreichbarkeit von Menschen im digitalen Zeitalter, das uns alle miteinander verbindet, ist zu einer Schlüsselfrage geworden. Die Informationsflut – es wird viel geschrieben und geredet, doch sehr wenig substantiell gesagt, hat zu einer Abwehrhaltung bei vielen Menschen geführt. Löschen, gar nicht lesen, weg mit dem Kram, es ist eh nur mehr vom selben.

Riemers CulTour #10: Über die Zeit …Gestern-Heute-Morgen

Ich mache mir in meinen literarischen Arbeiten seit vielen Jahren gerne Gedanken über grundsätzliche Fragestellungen in unserem Leben. In meinem Verständnis von Kunst ist dies nicht nur legitim, sondern notwendig. Wo kann man sich leichter über das Leben, die Liebe, den Tod, Wirrnisse, Umwege, Suchen, Finden, etc. Gedanken machen als im künstlerischen Bereich? Man nimmt es uns KünstlerInnen doch ab, wenn wir dramatisieren, eine Tragödie darlegen und versteckt und offen das Menschliche darstellen.

Riemers CulTour #9: Begegnungen – Schein, Sein

Begegnungen finden laufend statt, oft unbewusst, unerkannt und unbenannt – und sind doch ein wesentlicher Teil des menschlichen Zusammenseins. Dabei ist heute keine persönliche Präsenz mehr erforderlich, um einander zu begegnen. Die technischen Möglichkeiten erlauben nahezu eine von Raum und Zeit losgelöste Begegnung – im virtuellen Raum – 24 Stunden, rund um den Erdball. Performances, Videoinstallationen, Theaterbühnen, Opernbühnen, Film, TV, Radio, PodCasts, Blogs, Vlogs … ich habe sicherlich die eine oder andere Begegnungsebene vergessen. Doch darum geht es gar nicht vordringlich.

Riemers CulTour #5 – Begegnung zwischen Kunst und Wirklichkeit

Als Schriftstellerin, die über verschiedene Dimensionen ihres Ausdrucks öffentlich wahrgenommen wird und für die Kommunikation in Gedanken, Emotionen, Worten und Bildern essentielle Darstellungsbestandteile ihres Werkes ist, bin ich täglich mit gelebter Kommunikation von Angesicht zu Angesicht konfrontiert. Ich schreibe ja nicht nur – ich habe eine Reihe weiterer Ausdrucksformen wie meine Radiosendung, diese Kolumne, Vorträge und Lesungen und Einzelgespräche.